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lowvisionSehbehinderung & Vergrössernde Sehhilfen: Warum Brille oder Contactlinsen nicht immer helfen können

 

Licht, das in unser Auge fällt, wird von der äußeren Fläche des Auges (=Hornhaut) und der Augenlinse gebrochen und trifft hinten im Auge auf die Netzhaut. Auf der Netzhaut befinden sich Nervenzellen, die mittels einer Chemikalie (=Resorbin) einen Impuls erzeugen, wenn Licht auf sie fällt. Nervenfasern sammeln diese Impulse ein und schicken diese gesammelt über ein grosses Leitungskabel (=Sehnerv) zum Gehirn. Dort werden diese Impulse weiterverarbeitet und wahrgenommen. Bei Fehlsichtigkeiten fällt das Licht nicht gebündelt scharf auf die Netzhaut.

Dies kann aber problemlos mittels Brille oder Contactlinsen korrigiert werden. Wenn aber das Sehen beeinträchtigt ist wegen Eintrübungen der Augenlinse, oder die Nervenzellen der Netzhaut oder der Sehnerv erkrankt ist, lässt sich dies nicht mehr so unkompliziert korrigieren. Bereits zerstörte Nervenzellen oder Schädigungen des Sehnervs können nicht mehr durch Medikamente oder Operationen wiederhergestellt werden. Dann spricht man von einer Sehbehinderung (=Low-Vision).

Bei der Augenerkrankung Glaukom (=Grüner Star =AMD =Makuladegeneration =Netzhautdegeneration) funktionieren immer mehr Nervenzellen auf der Netzhaut nicht mehr. Die Folge davon sind Ausfälle im Gesichtsfeld.


Seheindruck mit Makuladegeneration


Mit der vergrössernden Sehhilfe wird dann versucht, das vergrösserte Bild auf noch funktionierende Netzhautbereiche abzubilden. Je schwächer die Sehleistung ist, desto stärker muss die Sehhilfe bei der Vergrösserung sein. Allerdings sollte die Vergrösserung nicht zu stark gewählt werden, denn je stärker die Vergrösserung, desto kleiner wird das überblickbare Sehfeld und desto mehr muss sich der Benutzer umgewöhnen. Ab einer Sehfähigkeit von mehr als 2 % pro Auge kann man mit einer vergrössernden Sehhilfe erreichen, dass:

- das Lesen wieder einfacher wird

- der Beruf weiterhin ausgeübt werden kann

- ohne fremde Hilfe Einkäufe erledigt werden können

- das Fernsehen wieder Spaß macht

- man wieder Gesichter auf der Strasse erkennen kann

- man die Uhrzeit wieder ablesen kann

Von der einfachen Lupe bis zu elektronischen Lesegeräten und Kantenfiltern gibt es eine grosse Auswahl an Lösungen. Da wir immer älter werden, gibt es auch mehr Erkrankungen und altersbedingte Veränderungen am Auge als früher. Zudem sind die heutigen Senioren viel aktiver (z.B. bei der Nutzung von Computern), sodass sich eine nachlassende Sehstärke mehr auswirkt als früher.


Lösung 1:

Klein und handlich. Auch für unterwegs. Einfache Handhabung!


Lösung 2:

verschiedene Arbeits- und Spezial-Lupen für Arbeit, Schule, Hobby und Beruf.


Lösung 3:

Bildschirmlesegerät zum bequemen Lesen. Entspanntes Lesen bei einfacher Handhabung und maximaler Vergrößerung.

Lösung 4:

Immer mehr Studien belegen, dass eine hohe Bestrahlung der Augen mit blauem energiereichem Licht insbesondere für die Netzhaut ausgesprochen schädlich ist und im Extremfall zum Verlust des zentralen Sehens führen kann (siehe auch Sehbehinderungen). Die natürlichen Abwehrmechanismen des Auges – gelbe Pigmente und Melanin, die das blaue Licht absorbieren – werden mit zunehmendem Alter schwächer:


Mit 40 haben wir etwa 20%, mit 50 etwa 30% des ursprünglichen Melanin-Vorrats eingebüßt. Daher ist es besonders wichtig, die Augen frühzeitig vor dieser Gefahr zu schützen. Dies erledigen spezielle Filter (=Kantenfilter) im Glas. Besonders effektiv ist hier das neue Brillenglas „Airwear Melanin“ von Essilor. Es blockt 98% des blauen Lichts sowie 100% des UV-Lichts. Damit ist dieses Glas vergleichbar mit einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 70!

Kostenübernahme

Seit dem 01.01.04 gibt es neue Gesetze über die Verordnung dieser Hilfsmittel und die Kostenbeteiligung der gesetzlichen Krankenkassen. Damit es dazu kommt, bekommt der Patient eine Verordnung über das erforderliche Hilfsmittel von seinem behandelnden Augenarzt/Augenäztin. Anschließend erstellen wir einen Kostenvoranschlag und reichen diesen bei der Krankenkasse zur Genehmigung ein. Wir berechnen immer eine Messgebühr von 15 €, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.

 

Sehbehinderten-Fachberater

Das Augenoptik Kompetenz-Zentrum ist als Sehbehinderten-Fachberater (=Low-Vision-Experte) zertifiziert. Als Ihr kompetenter Ansprechpartner versuchen wir Ihnen den Zugang zu den teilweise komplexen Hilfs-Systemen zu erleichtern.

 

Da wir bei der gründlichen Untersuchung mindestens 45 Minuten Zeit für Sie nehmen vereinbaren Sie bitte einen Termin:

Frau Ramona Gottwald Service-Telefon: 0365 - 7103570

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